Graph-Convolutional Neural Network (GNN)
Ein Graph-Convolutional Neural Network (GCNN) behandelt ein Molekül so, wie es strukturell tatsächlich ist: als Graph, in dem Atome die Knoten und chemische Bindungen die Kanten bilden. Statt auf einen festen Satz vorab festgelegter Deskriptoren zu setzen, lernt das Netzwerk direkt aus diesem Graphen, welche strukturellen Muster für die vorherzusagende Eigenschaft relevant sind – Schicht für Schicht werden dabei Informationen benachbarter Atome zusammengeführt.
Dadurch kann ein GCNN auch subtile strukturelle Effekte erfassen, die einfachere, deskriptor-basierte Modelle übersehen könnten, ohne dass diese Effekte vorab bekannt und codiert sein müssen. Der Preis dafür ist der Bedarf an Trainingsdaten: graphbasierte Modelle benötigen in der Regel einen größeren, gut kuratierten Trainingsdatensatz, um verlässliche Muster zu lernen – deshalb werden PAULYs GCNN-Modelle je nach Eigenschaft mit Datensätzen von einigen Hundert bis zu mehreren Zehntausend kuratierten Chemikalien trainiert.
Modelle, die diesen Ansatz nutzen
Octanol-Wasser Verteilungskoeffizient log Kow
Wasserlöslichkeit log Sw
Bioconcentrationsfactor log BCF
Biokonzentrationsfaktor log BCF
Akute Fischtoxizität log LC50
Akute Toxizität Daphnia Magna log LC50
Luft-Wasser Verteilungskoeffizient log Kaw
Octanol-Luft Verteilungskoeffizient log Koa
OC-Water Verteilungskoeffizient log Koc
Schmelzpunkt MP
Siedepunkt
Algae Growth Inhibition log EC50
PE/Wasser Verteilungskoeffizient
Octanol-Wasser Verteilungskoeffizient log Kow
LSER Substanzdeskriptoren
Ionenmobilität CCS für [M+H]+ Ionen
Ionenmobilität CCS für [M+Na]+ Ionen
Ionenmobilität CCS für [M-H]- Ionen
RT Vorhersage C18 Positive Mode
RT Vorhersage C18 Negative Mode